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Nach dem Rennen

Inzwischen sind ein paar Tage vergangen und auch das morgendliche Aufstehen fällt langsam nicht mehr so schwer, wie noch am Anfang der Woche.

Nach und nach sickert auch das Geleistete durch und man realisiert, dass das große Ziel, auf das man sich akribisch vorbereitet hat, nun schon wieder Geschichte ist.

Nach dem WM-Marathon habe ich mich innerlich leer gefühlt und wollte eigentlich nur weitertrainierten, um diese Leere zu füllen. Das ist jetzt nicht der Fall. Ich fühle mich voller Tatendrang motiviert und freue mich in 1-2 Wochen wieder mit dem Training zu starten. Zwar werde ich die Tage schon wieder die Laufschuhe schnüren, aber ohne jegliche Planung und alles entspannt. Im Mittelpunkt stehen die nächsten Tage die Familie, Freunde und die Polizei. Laufsport lassen wir mal Laufsport sein 😉

© Isaak Papadopoulos

©Johanna Berrens

© Markus Philip

 

 

 

 

 

 

 

Die Woche vor dem Rennen, hatte ich sehr unter Strom gestanden. Aufregung vor dem Ungewissen, große Erwartungen und viel Presserummel, dem man gerecht werden wollte. Eine sportliche Leistung musste her. Eine Bestätigung, dass Berlin im vergangenen Jahr keine ‚Eintagsfliege‘ war. Ich wusste, dass ich sehr gut trainiert hatte und ordentlich was drauf hatte, doch da ist diese große Konstante X – hat man auch mal etwas Glück und kommt man gesund an den Start und kann das Trainierte abfordern?!

Viele werden sich gewundert haben, dass ich mich vor dem Rennen rar gemacht habe, näheren Kontakt vermieden habe. Es ist Erkältungszeit, und auch im Hotel hat es hier und da geschnupft und gehustet und dem wollte ich entgehen. Was ich erfolgreich meistern konnte 😉

Fast-Crash mit Motorrad
© Pan W. Zaro

©Ann-Kathrin Ernst

©Katrin Dörre-Heinig

 

 

 

 

 

 

© Robert Steinruck

© Ann-Kathrin Ernst

© Robert Steinruck

 

 

 

 

 

 

Es ergab sich sehr schnell eine schöne große Gruppe, allerdings mit einer anderen Mitläuferin als erwartet. Mona Stockhecke, mit welcher wir im Vorfeld eine gemeinsame Arbeit abgesprochen hatten, ging doch etwas langsamer an und konnte in unsere Gruppe leider nicht aufschließen. Dafür wurden wir durch Franzi Reng verstärkt, die bis zum Halbmarathon in unserer Gruppe blieb und ein starkes Debüt absolvierte.

Nach dem Rennen erfuhr ich vom Sturz bei ca. Kilometer 9 von ihr und war erschrocken, da weder meine Pacemaker noch ich etwas davon mitbekommen hatten. Für mich war sie die ganze Zeit anwesend. Sie erzählte mir dann, dass ein Mitläufer sie zu Fall gebracht hatte und ihr auch gleich aufhalf und sie den Anschluss zur Gruppe wieder fand. Also Chapeau für ihre super Leistung und den Kampfeswillen!

© Robert Steinruck

© Robert Steinruck

© Robert Steinruck

 

 

 

 

 

 

Etwas missbilligend empfinde ich da den Bericht von Telis Finanz Regensburg, der ebenfalls ihren Sturz aufgreift und von einem Schupsen seitens einer Mitläuferin berichtet. Zu diesem Zeitpunkt gab es nur Franzi und mich als weibliche Läuferinnen in dieser Gruppe. Dementsprechend wurde ich schon mehrfach angesprochen, ob ich etwas mit dem Sturz zu tun hätte. Das habe ich nicht! Hoffe daher auch dass, diese Fehlinformation des Verfassers noch korrigiert wird. Es kann immer in einem Rennen zu Remplern oder Auflaufen kommen, aber Geschubst wird nicht PUNKT.

Aber zurück zum Rennen.

Den Halbmarathon passierten wir in 1:14:29h und ich freute mich auf die eigentliche zweite ‚einfachere‘ Hälfte. Am Ende stellte sich heraus, dass sie auch nicht so einfach war und die schöne Mainzer Landstraße ich zum Erholen brauchte, anstatt dort wie geplant Tempo aufzunehmen. Allerdings kann ich mit einer 2. Hälfte in 1:15:00h sehr zufrieden sein. Zwar kein Negativ-Split, den jeder Läufer anpeilt, aber auch kein großer Abfall, was das Tempo betrifft.

Um die 400m vorm Ziel, als man die Festhalle schon sah und von der Menge getragen wurde, bekam ich Gänsehaut. Einmal von der Atmosphäre, aber auch weil meine Energiespeicher leer gingen. Egal Kopf aus und durch.

© Ann-Kathrin Ernst

© Isaak Papadopolous

© Katrin Dörre-Heinig

 

 

 

 

 

 

 

Der Einlauf in die Festhalle ist einmalig und ich kann nur wieder betonen. Lauft einmal den Frankfurt-Marathon. Der Zieleinlauf lässt jegliche Strapazen vergessen. Und wer nicht so lange laufen will -> 4. Staffelläufer 😉

Ein besonderer Dank geht an das Team, dass dieses Ergebnis am Sonntag erst möglich gemacht hat. Ich hatte tolle Jungs auf der Strecke, die mir geholfen haben, volle Energie gegeben haben. Danke an Hannes, Christoph, und Philipp! Und an die weiteren Läufer, die in unserer Gruppe mitgezogen sind – es geht gemeinsam einfach einfacher 😉 Danke an Wolfgang für die Sicherstellung der Getränke. An Freunde und Bekannte und ‚Anfeuerer‘ an der Strecke, Physio- und Ärzteteam im Vorfeld und meine Familie, die mich vor, während und natürlich nach dem Rennen aushalten durften/dürfen 😉

© Manuel Stolz

© Isaak Papadopoulos

© Christoph Sander

©Katrin Dörre-Heinig

 

 

 

 

 

 

 

Und ein riesen Glückwunsch an alle Läufer, die sich am Sonntag an die Startlinie gestellt haben und dem Wind getrotzt haben. Und den deutschen TopLäufern, die über sich hinausgewachsen sind -> 7 EM-Normen mit Arne, Jonas und Frank bei den Männern und Fate, Laura und Franz (beide Debüt!!) und mir 😀

Berlin, wir kommen!!

© Robert Steinruck

 

 

Link zu einer kleinen Zusammenfassung von Hessenschau.de

(es werden noch ein paar Bilder folgen 😉 )

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