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EM-Nachweis abgehakt

Gerade Mal 24 Stunden auf deutschem Boden ging es für mich am Samstagmittag weiter nach Barcelona. In den 4 Wochen in 2400m Höhe und bei 25 Grad konnte ich sehr gut für meine Verhältnisse in der Höhe trainieren 😉

Da ich mir für die erste Woche in Kenia einen Reizhusten mitgebracht hatte, hieß die Marschroute; ordentlich Ackern und der zuvor geplante 10km-Lauf in Holland wurde gestrichen.

Diese Entscheidung wurde eine knappe Woche vor Heimreise nochmal überdacht und ich entschied mich, dass ich doch ein Rennen laufen wollte. Die Wahl fiel dann auf den „eDreams Mitja Marato de Barcelona. Trotz des harten Trainings und den bis jetzt nicht ganz so guten Erfahrungen von längeren Distanz-Rennen nach großer Höhe, wollte ich den Leistungsnachweis für die EM in Berlin vom 6.-12.08. in diesem Jahr angehen und abhaken können, um mich voll und ganz auf den Aufbau über mehrere weitere Rennen bis hin zur EM zu konzentrieren.

Von meinem Vorhaben wussten auch nur eine Handvoll von Personen, da ich es nicht an die große Glocke hängen wollte. Denn mit einer persönlichen Bestzeit rechnete ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht, aber viele wollen „höher, schneller, weiter“ sehen 😉

 

So ging es nach einem kurzen Koffer-Umpacken zu Hause weiter nach Barcelona und dank unseres Managers kam ich in einem schönen kleinen Hotel an der Strecke mit noch anderen Deutschen Läufern unter. Auch war ich dankbar, noch einen Startplatz erhalten zu haben, da von Seiten des Veranstalters keine Athleten mehr ‚eingeladen’ wurden – das Elitefeld war voll und aufgrund der anstehenden Halbmarathon Weltmeisterschaften Ende März gut besetzt.

 

 

 

 

Gefrühstückt wurde heute Morgen gegen 5:30 Uhr auf dem Zimmer, da das Hotel (wie auch vor zwei Jahren) erst ab 7:00 Uhr Frühstück anbietet. Aber das kommt häufig vor und so ist man es gewohnt.

8:45 Uhr fiel der Startschuss und wir hatten tolles Wetter à 6 Grad und blauen Himmel, eine aufgehende Sonne über der Stadt. Mir persönlich waren die 6 Grad heute doch etwas frisch und so entschied ich mich in langen Sachen zu laufen. Bin ich doch noch die kenianischen Bedingungen gewohnt und will mir nicht beim ersten Rennen in der beginnenden Saison eine Erkältung einfangen.

Beim Start kam ich sehr gut weg, doch brauchte ich heute etwas länger, um eine schöne Gruppe zu finden, mit der man mitrollen konnte. Nach 4 Kilometer hatte sich aber eine kleine Gruppe gefunden und nach 10km waren wir schon größer geworden. Bei Kilometer 14 konnte ich das Tempo der Gruppe nicht mehr halten und fiel mit einem weiteren spanischen Läufer leicht ab. Doch kämpften wir uns abwechselnd bis Kilometer 20 wieder an die Gruppe ran und überholten sie sogar 😉 Im Endspurt musste ich ihn dann ziehen lassen -> letzter Kilometer in 3:19min.

Mit 1:14:16h gab es für mich bei konstantem Tempo fast mal wieder eine Punktlandung. Ich bin überglücklich, im ersten Rennen mein EM-Ticket für Berlin gesichert zu haben und freu mich nun auf ein paar ruhige Tage, bevor es kommenden Freitag wieder voll losgeht!

 

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