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Einmal durchgesprintet

Eine Woche nach meinem Halbmarathon in Berlin ging es für mich wieder rund – 5km von Korschenbroich. Das Tempo deutlich höher als noch eine Woche davor – Sprint so zu sagen 😉
Ich war gespannt, was meine Beine nach den ersten Metern sagen würden und auch wie es mir so geht – nach dem HM, 10 Tage nach dem Höhentrainingslager (was für lange Laufwettkämpfe kein perfekter Zeitpunkt ist). Aber es sind ja nur 5km also schnell vorbei – kurz und schmerzvoll 😉

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Start war 15:50 Uhr und zu durchlaufen galt es eine kleine Runde von 1,1km und drei große Runden von 1,3km durch die schöne Altstadt von Korschenbroich.
Beim Start kam ich sehr gut weg und konnte mich sofort in der Spitzengruppe mit einordnen. Zwei Ukrainerinnen drückten ganz schön aufs Tempo, welches mir allerdings angenehm vorkam. Da es mir nicht so schnell schien, war ich doch überrascht, als wir den ersten Kilometer in ca. 3:05/3:06min passierten. Bereits in der 2. Runde waren wir nur noch zu dritt. Die spätere zweitplatzierte drückte, dahinter Kristina Hendel und ich im Schlepptau. Ausgang der 2. Runde verloren wir etwas an Boden auf die Ukrainerin und ich ging an Kristina vorbei, motivierte sie mit mir mitzugehen und wieder ran zu laufen.

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Ich lief nach und nach auf die Führende wieder auf und hängte mich an ihre Fersen. Das schien ihr nicht so zu gefallen und sie machte immer mal ein paar Schlenker nach links und rechts um mich los zu werden. Sobald ich dann ein paar Schritte neben sie machte, gab es eine Tempoverschärfung ihrer Seits und darauf hatte ich keine Lust. Es war so schon ein sehr hohes Tempo, also ging ich wieder hinter sie.
Die Geschwindigkeit war wie gesagt recht hoch, die Lungen brannten, aber die Beine rollten mit.
Knapp unter 12 Minuten gingen wir in die letzte Runde und wurden kurz darauf von der führenden Männergruppe, welche 2‘ nach uns auf die Strecke ging (10km), das erste und einzige Mal überholt.
Auf der letzten Runde gab es immer mal wieder ein paar schnelle Zwischenschritte durch die Ukrainerin, welche sie aber nicht lange hielt und ich den Abstand immer wieder zu lief.

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Auf der letzten Schleife – ca. 300m vorm Ziel – kam es zu einem kleinen Antritt durch meine Gegnerin, der sofort 5-6 Meter zwischen uns brachte. Ich gebe ehrlich zu, in dem Moment war für mich klar ich mache den zweiten Platz sicher. Habe mich schon gefreut :)) Doch das Tempo wurde durch sie nicht gehalten, sie zog den Antritt nicht durch und ich kam wieder ran. Ich muss glaube nicht ausdrücklich erwähnen, wie motivierend es ist, sich an den Vorläufer heran zu ziehen. Aus der Kurve raus auf die letzten 100m der Zielgerade trat ich voll an und ging an ihr vorbei. Ich riskierte nochmal einen Blick zur Seite, um sicher zu gehen, nicht nochmal überrascht zu werden. Doch sie hielt nicht dagegen und ich konnte meinen ersten Sieg beim ersten Start mit einer neuen Bestzeit von 16:04min einfahren.

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Nach Irina Mikitenko im Jahr 2007 konnte ich den ersten deutschen Sieg nach 11 Jahren für die Frauen holen.
Mit dem Sieg von Richard Ringer bei den Männer über 10km in ebenfalls einer persönlichen Bestzeit von 29:07min, holten wir an diesen Wochenende beide Siege nach Deutschland.

–> Ergebnisse Frauen

–> Ergebnisse Männer

Danke für die tollen Bilder an ©sf-photo und ©AchimFuchshuber

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